
BONES, Keiko Nobumoto, Toshitsugu Iida
Wolfsrain
Verlag: Tokyopop
Preis: 25,00€
ISBN: 978-3-7593-0305-9
Jugend Manga
Kiba lebt unter den Menschen, obwohl er eigentlich ein Wolf ist. Doch die Menschen sehen das nicht und das ist auch gut so, denn für sie sind die Wölfe vor über 200 Jahren ausgestorben. Doch Kiba ist nicht in die Stadt gekommen, um sich sesshaft zu machen. Er ist da, um das Blumenmädchen zu finden und ins Paradies zu gelangen. Dabei trifft er auf weitere Wölfe, die sich ihm anschließen. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach diesem Blumenmädchen und dem Paradies. Auf ihren Fersen ist jedoch ein Wolfsjäger, der als einziger noch an die Existenz von Wölfen glaubt. Wird er die Gruppe vorher finden? Oder können Kiba und die anderen das Paradies vorher erreichen?
Als ich sah, dass es eine Neuauflage gibt, war ich ziemlich aus dem Häuschen. Ich konnte mich zwar nicht wirklich an die Geschichte erinnern, aber ich hatte noch genau dieses Gefühl, welches in mir damals hervorkam in Erinnerung. Es war ein trauriges und melancholisches Gefühl, welches ich sofort wieder bekam, als ich angefangen hatte zu lesen. Denn die Geschichte ist traurig, aber auch irgendwie hoffnungsvoll. Ich habe mit gefiebert, ob Kiba mit seinen Freunde - wobei man schon fast eher Rudel sagen kann - das Paradies und das Blumenmädchen erreicht. Ich habe mitgetrauert, als Toboe schweren Herzen Tia zurücklassen musste. Und ich war völlig geschockt, als die Gruppe andere wölfe fand, die sich wegen dem Blumenmädchen selbst dezimiert hatten und nur noch zwei Welpen übrig blieben.
Ich weiß auch nicht warum, aber ich musste die ganze Zeit beim Lesen daran denken, wie gerade unsere Welt durch die Klimaveränderung belastet wird und Tiere sowie Pflanzen aussterben. Es hatte so ein ähnliches Gefühl ausgelöst und ich wollte einfach nur hoffen, dass sich die Welt in dem Buch noch verändern würde. Was ich noch immer etwas verwirrend finde, ist das Genre. Das ist nämlich Science Fiction und ich persönlich finde, es hat mich mehr an eine Fantasy Dystopie erinnert. Aber ich kann verstehen das man dieses Genre gewählt hat, da doch einige Elemente eher dem Sci-Fi zugeordnet werden könnten. Vielleicht ist das aber auch die Absicht dahinter.
Ansonsten finde ich den Band einfach nur so richtig, richtig wunderschön. Der Farbschnitt passt perfekt zum Inhalt, leicht melancholisch, leicht traurig. Auch habe ich erst während dem Schreiben festgestellt, dass es sich nicht um einen Himmel mit leuchtenden roten Flecken handelt - wobei das tatsächlich auch passen würde! - sondern um Fußspuren eines Wolfes im Schnee der verletzt ist und Blut verliert. Auch das ist einfach perfekt auf den Inhalt angepasst. Man merkt einfach wie viel Liebe alleine in die Gestaltung des Schnitts eingeflossen ist. Aber auch die Farbseiten im Buch sind einfach nur so mega schön. Und dann findet man raus, dass damals die Einzelbände diese Bilder als Cover hatten. Da wurde ich leicht neidisch, denn die sehen echt schick aus. Natürlich sieht auch das jetzige Cover schick aus, es wirkt sogar ein wenig edler durch das weiß und dem blau.
Dennoch bin ich ehrlich gesagt ein wenig unzufrieden mit dem Ende. Es fühlt sich nicht gut an und ich hätte es gerne anders gehabt. Allerdings ist es ein gutes und passendes Ende. Die Geschichte ist abgeschlossen dadurch, auch wenn es ein etwas offenes Ende ist. Ich bin wirklich froh, dass ich die Geschichte so noch mal lesen konnte und es auch andere tun können, denn meiner Meinung nach, ist die Geschichte sehr lesenwert!
