Katja Brandis

Woodwalkers – Carags Verwandlung

Arena Verlag
978-3-401-60606-4
Preis 14,00 Euro
Cover: © Arena Verlag

Die Buchreihe „Woodwalkers“ besteht aus 6 Bänden, die in den Jahren 2016 – 2019 erschienen sind. Dies ist der 1. Band.

Inhalt
Die Fantasy-Geschichte spielt in Nordamerika, im Bundesstaat Wyoming. Carag, der angeblich sein Gedächtnis verlor, ist ein Woodwalker. Das sind Menschen, die sich in Tiere verwandeln können. Carag kann sich in einen Berglöwen verwandeln. Doch niemand weiß davon … Er möchte bei den Menschen leben, da er sie faszinierend findet. Dazu verlässt er seine wahre Familie – seinen Vater, seine Mutter und seine Schwester – und kommt in den Ort Jackson Hole. Dort wird er von den Ralstons aufgenommen. Eines Tages erfährt er von der Clearwater High, einem Internat für Gestaltwandler, und wird auf dieses eingeladen. Dort findet er schnell neue Freunde, aber auch einen Mentor, der die Menschen verachtet. Carag muss in dem Internat lernen, sich in beiden Welten zurechtzufinden.

Beurteilung
Die Autorin Katja Brandis schreibt aus der Sicht der Hauptfigur Carag im Ich-Stil. Die Geschichte ist in einer einfachen, leicht verständlichen Sprache geschrieben. Die Kapitellängen sind gut gewählt. Das Buch ist durch in die Kapitel eingefügte Bleistiftzeichnungen aus dem Tierreich ansprechend gestaltet.

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Ich konnte mich leicht in die Figuren hineinversetzen und verstehen, warum sie so gehandelt haben. Ich finde es gut, dass nicht nur das äußerliche Aussehen der verschiedenen Figuren beschrieben wird, sondern auch, wie Carag sie findet. Die verschiedenen Charaktere sind unterschiedlich und sehr anschaulich beschrieben. Zum Beispiel Carags beste Freunde Brandon, der schüchterne Bison, und Holly, das diebische Rothörnchen. Seine Feinde, die Wölfe, werden gemein und egoistisch gezeigt. Der Mentor Carags wird feindselig, unheimlich und voll Zorn dargestellt. Am besten hat mir die Hauptfigur Carag gefallen, weil er kein Superheld ist, sondern ganz normale Probleme hat.

Besonders gut gefällt mir die Fähigkeit der Woodwalkers, sich in Tiere zu verwandeln. Dies ist eine sehr gute Idee für eine Geschichte. Insgesamt finde ich das Buch recht spannend, aber an manchen Stellen ist es auch etwas langweilig. Vor allem dann, wenn nur der Unterricht beschrieben wird und nichts Aufregendes passiert. Carag hätte auch mehr über sein Verhältnis zu seinem Mentor nachdenken können. Dann würde dieser Konflikt mehr in den Vordergrund treten.

Mein Lieblingszitat
"Mit unglaublich viel Geduld hatte sie mir alles beigebracht, was Menschen in meinem Alter wissen sollten – wessen Kopf das auf den Vierteldollarmünzen ist (George Washington), was das Internet ist (das, wo man sich ganz viele Katzenvideos anschauen kann), wie man einen Aufsatz schreibt (mit einem Stift und saumäßig vielen Worten) und wofür man Handys braucht (zum Zusammenhalten der Herde).“ (S. 25)

Fazit
Ich empfehle dieses Buch, da es spannend und auch lustig ist. Ich finde die Idee von Wesen, die gleichzeitig in der Tier- und Menschenwelt leben aufregend. Die Eigenarten der verschiedenen Tiere spielen im Verhältnis zu den Menschen eine große Rolle. Durch dieses Buch finde ich, man sollte darauf achten, dass die Tiere einen größeren Lebensraum haben.