
Yoru Michio, Ruka Todo
Keine Blumen im Dunkel der Hölle
Verlag: Tokyopop
Preis: 10,00€
ISBN: 978-3-7593-1497-0
Jugend Manga
Seiji könnte es besser haben in seinem Leben. Doch er hat ein Problem, weshalb es ihm schwer fällt unter Menschen zu sein. Deshalb ist er die meiste Zeit in einem Internetcafé. Als ihm allerdings das Geld ausgeht kommt er zufällig in das Anwesen von Saijo Shiroshi und bekommt ein Job angebot. Seine Aufgabe: Er soll einfach nur sagen, wie die Menschen, die in das Anwesen kommen als Yokai aussehen. Denn Seiji sieht immer wieder verschiedene Menschen in verschiedenen Yokai. In was er da nur geraten ist?
Warum ich diese Reihe lesen wollte, ist eindeutig dem Titel zu schulden. Denn dieser ist irgendwie nichts sagend, aber auch gleichzeitig so mysteriös, dass man es einfach nur lesen will. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Denn die Geschichte um Seiji ist wirklich fesselnd. Alleine das er Menschen als Yokai sehen kann, ist schon genial. Sogar das warum, ist so schlüssig und passen gewählt, dass ich mich frage, ist das dann seine Sünde? Weil er die Sünden anderer sieht und diese nicht meldet? Denn er sieht ja immerhin die Menschen nur dann als Yokai, wenn sie eine Sünde begehen. Dennoch ist das nicht ganz ersichtlich. Er hat sich am Anfang selber als Vogel im Spiegel gesehen. Da ich aber nicht das Wissen über Yokai habe, weiß ich leider aktuell nicht, was das für ein Yokai sein soll.
Und dann ist da noch Saijo. Er wirkt irgendwie nicht von dieser Welt. So makellos und elegant. Und sein Charakter ist auch so eine Hausnummer für sich. Alleine daran merkt man schon, dass er irgendwie kein Mensch ist. Seine Assistentin ist da nur noch das i-Tüpfelchen. Zusammen machen die beiden (denn die Assistentin ist nur im Hintergrund tätig) ein richtig gutes Team.
Das es aber bei der Reihe auch mal richtig heftig zugehen kann, hatte ich nicht gedacht. Denn obwohl es ja beim Thema um Sünden und Yokai geht, hatte ich eher damit gerechnet, dass es immer nur Andeutungen sein werden. Aber das man die Situationen “richtig” sieht, war schon etwas erschreckend. Aber auch irgendwie toll. Denn, bitte nicht falsch verstehen, dadurch wird der Geschichte eine richtige Tiefe gegeben. Oft habe ich nämlich das Gefühl, dass Zusammenhänge fehlen, die durch eine etwas detaillierte Beschreibung gegeben wäre. Deswegen finde ich es gut, dadurch diese Tiefe zu haben und alles schlüssig ist.
Zusätzlich kommt dann noch die Spannung dazu. Denn diese ist einfach so krass gut gemacht. Jede “Geschichte” baut sich immer wieder auf und ich habe richtig mitgefiebert, was passieren wird. Aber nicht nur die Spannung in der Geschichte ist super. Ich bin auch immer ganz gespannt, was ich alles lernen werde. Denn es ist halt wirklich so. Man bekommt so viel Wissen durch diesen Manga, dass auch das irgendwie spannend ist. Und dann muss ich ganz ehrlich sagen, erinnert mich alles so ein wenig an “Detektiv Conan” nur für Ältere. Und ich liebe das. Das es immer wieder einzelne abgeschlossene Geschichten innerhalb der großen Geschichte ist, ist einfach nur toll. Man hat so immer Abwechslung und trotzdem kommt man dem großen Ganzen immer weiter auf die Spur. Zumindest hoffe ich, dass es auch so in den weiteren Bänden sein wird. Im ersten Band ist es so. Deswegen muss ich einfach alle anderen Bände auch lesen!
