
Takomaru Takogawa, Tomo Tanaka
A Second Goodbye to You 2
Verlag: Tokyopop
Preis: 8,00€
ISBN: 978-3-7593-1597-7
Jugend Manga
Hinata folgt Sora zu einem Schuppen und entdeckt ihn dort mit blutroten Wänden. Doch Sora stellt schnell klar, dass es sich dabei um eine Installation handelt. War Hinata zu vorschnell? Doch warum verhält sich dann Sora so seltsam? Egal was Hinata auch tut, er scheint der Lösung kein Stückchen näher zu kommen. Erst als der Journalist Shun Kizuki auftaucht, bekommt Hinata eine neue Spur. Doch plötzlich fährt Hakuraku-Sensei nach Hokkaido. Hat es etwas damit zu tun? Immerhin hat Kizuki auch etwas aus der Vergangenheit des Lehrer erwähnt, dass Hinata aufhorchen lässt. Schafft er es nun alles aufzuklären und Sora zu retten? Oder beginnt nun eine neue Tragödie?
Der zweite Band macht mit der Spannung einfach genau dort weiter, wo der erste aufgehört hat. Zu keiner Sekunde wird es irgendwie weniger, eher wird es mehr und mehr. Es kommen immer mehr Hintergründe hinzu und der Lehrer, den ich im ersten Band noch so toll fand, wird langsam aber sicher zum Hauptverdächtigen. Dennoch schafft es der Band das Geheimnis um Sora nicht zu vergessen aber auch nicht zu lösen. Dabei kommen allerdings auch immer mehr Puzzleteile zusammen, die die Abgründe der Psyche offenbaren.
Ich war mittlerweile zwar felsenfest davon überzeugt, das der Lehrer Sora ermordet hatte, aber beweise waren einfach nicht zu finden. Deswegen konnte ich die Verzweiflung von Hinata nur zu gut verstehen. Denn wie er, stand ich als Leser nur vor Bruchstücken. Kizuki hatte zwar einen entscheidenen Hinweis geliefert, aber es hatte in dem Sinne nicht direkt was mit Sora zu tun. Dennoch war ich sehr gespannt, was Hinata da machen würde und hätte nicht mit dem Ausgang gerechnet.
Es ist zwar ein wenig Schade, dass man von den Clubmitgliedern im zweiten Band so gut wie gar nichts mitbekommen hat, aber es war dennoch sehr spannend zu lesen. Man hat aber auch sehr gemerkt, wie die Gesellschaft in Japan bzw. die Gesellschaft weltweit bei einigen Themen reagiert. Denn obwohl schlimme Dinge passiert sind und sie als “Unfall” deklariert wurden, schob man es komplett auf die Schüler des Kunstclubs und hat nicht weiter nachgeforscht. Man wollte es einfach nicht und hat gehofft, dass die Sache unter den Teppich gekehrt wird. Was wirklich sehr schade ist. Würden die Menschen mehr aufeinander achten und auch bei einigen Situationen nachfragen, würde es wahrscheinlich komplett anders in der Gesellschaft aussehen.
Man kann das Verhalten sehr gut auf Hinata anpassen. Er ist quasi die aufpassende Gesellschaft, die was unternehmen möchte, aber Schwierigkeiten hat, da alle anderen nichts damit zu tun haben wollen. Und die, die etwas bewirken wollen, sind zu schüchtern etwas selber zu sagen, weshalb sie auf Hinata zu gehen und es nur ihm sagen. Dabei ist das ja eigentlich auch nicht sehr gut für die Psyche, denn so eine Belastung hinterlässt auch Spuren.
Was ich aber sehr stark finde, ist, dass Hinata sogar bis nach Hokkaido reist, um herauszufinden, was Hakuraku mit Sora vor hat. Denn das der Lehrer irgendwas damit zu tun hat, hat man mittlerweile gemerkt. Doch was genau ist noch nicht ganz klar. Es hat irgendwas mit Kunst zu tun, aber ich hoffe nicht, dass es das ist, was ich befürchte. Denn das ist eindeutig “krank” und meiner Meinung braucht der Lehrer dann auf jeden Fall psychische Hilfe. Allerdings wird es nicht ganz klar, da Hinata wieder einen Zeitsprung am Ende macht und irgendwie wieder in der Zukunft ist, die aber dennoch anders ist.
Was sich alles verändert hat, erfährt man nicht, denn der Band hört genau dort auf. Spannung erzeugen kann der Mangaka und sein Team auf jeden Fall! Und dadurch will man auf jeden Fall weiterlesen, denn einfach so das Geschehene stehen lassen, geht einfach nicht.
