Takomaru Takogawa, Tomo Tanaka

A Second Goodbye to You

Verlag: Tokyopop
Preis: 8,00€
ISBN: 978-3-7593-1476-5
Jugend Manga

Hinata ist ein Webdesigner und erfährt durch einen ehemaligen Clubkameraden, dass man Sora, seinen damlaigen besten Freund gefunden hat. Dieser ist im 2. Jahr der Highschool verschwunden und wurde nun gefunden. Oder eher: seine Leiche wurde gefunden. Völlig schockiert nimmt Hinata an der Trauerfeier teil, nur um dann selbst von einem Unbekannte attackiert zu werden. Kurz bevor er selber sein Leben verliert wird er 8 Jahre in die Vergangenheit geschickt und zwar genau ein halbes Jahr, bevor Sora verschwindet. Kann Hinata das Verschwinden verhindern? Oder ist es das Schicksal von Sora zu sterben?

Das Cover hat mich am Anfang voll auf die falsche Fährte geführt. Ich dachte eher, dass es sich um einen Mystery Manga handelt. Doch dann habe ich die düsteren Seiten und den Mordfall gesehen und war direkt gehooked. Es liest sich einfach so flüssig und gut, dass man einfach immer mehr erfahren möchte. Besonders da es wirklich irgendwie keine einzige Spur gibt, aber immer neue seltsame Vorkommnisse, bei denen man denkt “Hä? Wieso, weshalb, warum? Und wie hängt das alles zusammen?” Und dennoch war es nicht so, dass es unschlüssig war bzw. hatte ich nie das Gefühl, dass der rote Faden verloren gegangen ist. 

Und dann hat jeder Charakter (bis auf Hinata) irgendwie immer so eine düstere Aura. Ok, und der Kunstlehrer auch nicht. Der ist mehr ein Schussel und irgendwie mag ich ihn. Denn er unterstütz seine Schüler wo es nur geht und versucht immer das positive zu sehen. Und das finde ich wirklich toll, denn meistens kennt man Lehrer eher so, dass sie nicht so unterstützend sind. Aber die anderen “Haupt-”Clubmitglieder sind irgendwie etwas seltsam. Dennoch macht das die Spannung erst wirklich aus. Denn so fragt man sich immer und immer wieder: Was habt ihr zu verbergen? Und warum habt ihr so gehandelt?

Besonders bei der Clubpräsidentin habe ich das gedacht. Da war ich auch etwas irritiert, dass sie so düstere Momente hatte, wenn sie eigentlich gar nicht so düster von ihrem Charakter her ist.  Die Frage, was mit Sora passiert ist, lässt mich übrigens nicht los, besonders, da er anscheinend auch eine düstere Seite hat? Zumindest sagen das die beiden Doppelseiten am Ende aus. Dieser Cliffhanger ist zusätzlich noch richtig fies, da man einfach so gar keine Lösungen bekommen hat. Wer also Spannung sucht, wird mit dieser Reihe fündig und nicht enttäuscht. Auf die folgenden Bände bin ich schon sehr gespannt, da ich unbedingt die Auflösung haben möchte.
Was ich aber besonders toll finde, ist das Thema welches sich durch die Reihe zieht, nämlich Kunst. Es gibt so wenige Reihen, die so ganz spezielle Themen haben. Meistens ist es Sport oder allgemein das Highschool-Leben. Mangareihen über Kunst habe ich tatsächlich selten gesehen. Die einzige die mir einfällt ist “Arte” und die ist ein komplett anderes Genre. Aber “A second goodbye to You” ist meiner Meinung aber eine ganz andere Hausnummer, da einfach schon der erste Band einen so fesselt und anspornt mehr zu lesen.

Das krasseste aber an dieser Reihe sind die unterschiedlichen Bildelemente. Das Band kann einfach so schön und unschuldig aussehen und dann kommen die Situationen, in denen es um die Gewalt oder die Psychischen Verletzungen gehen und man spürt sie bis auf die Knochen. Man fühlt direkt mit, bekommt eine Gänsehaut oder will die Person einfach nur in den Arm nehmen. Einfach klasse!

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Dein Kommentar erscheint erst nach einer Prüfung durch die Stadtbücherei Penzberg.