Bei jedem zu vergebenden Preis muss vorab eine Jury zusammensitzen und über die eingereichten Werke entscheiden. Beim URMEL-Literaturpreis gibt es gleich zwei Jurys: eine Erwachsenen-Jury und eine Kinder-Jury. Die Entscheidung über den Siegertitel trifft einzig und allein die Kinder-Jury, deren Mitglieder zwischen 9 und 13 Jahre alt sind.
Nachdem alle Bücher von den Verlagen eingegangen sind, trifft sich als erstes die Erwachsenen-Jury (Mitarbeiterinnen der Bücherei, Lehrkräfte, lesende Eltern, Buchhandelsmitarbeiterinnen) um aus der Fülle der Einsendungen zehn Titel herauszufiltern, die den Ausschreibungskriterien am besten entsprechen. In ca. einem halben Jahr lesen die Jurymitglieder bis zu 70 Bücher und diskutieren an vier bis fünf Abenden intensiv darüber.
Im Anschluss werden die zehn ausgewählten Bücher an die Kinder-Jury übergeben, die nun den Siegertitel finden muss. Dafür ist etwa ein Dreivierteljahr Zeit, denn im Frühjahr des folgenden Jahres muss die Entscheidung gefallen sein.
Bei vier Frühstücks-Treffen am Samstagvormittag wird fleißig über das Gelesene diskutiert. Besonders am Ende geht es häufig ganz schön heiß her, wenn die unterschiedlichen Favoriten aufeinanderprallen und die anderen Kinder überzeugt werden wollen. Oft gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Titeln. Doch am Ende müssen alle Jurymitglieder mit der Entscheidung einverstanden sein.
Alle Jurymitglieder verpflichten sich, Stillschweigen bis zur Preisverleihung im Oktober zu wahren, damit das Geheimnis um das Siegerbuch aufrecht erhalten bleibt.

Franziska Aigner, Emilia Ruschel
Magnus Heinrich, Jan Wolff, Maximilian Spielmann
Nuria Kollmansberger, Emmi Graban, Teresa Schluppeck, Jakob Lämmer
(Nicht mit im Bild: Naila Stehr, Clara & Henry Hausmann, Maximilian Smith, Xaver Allgäuer)

Stephanie Benckendorff, Karin Rolles, Sebastian Graban
Bettina Koster, Ali Ger
Peter Keller, Heidi Kollmannsberger, Sandy Schantz
