
Unser Leseclub Penzberg im Jugendzentrum ist seit Ende November endlich offiziell eröffnet. Die Stadtbücherei Penzberg initiierte den Leseclub, der in Kooperation mit dem JUZE und der Stiftung Lesen stattfindet. Gefördert wird er von „Kultur macht stark“.
Mit dabei war auch der 1. Bürgermeister Stefan Korpan, die Jugendreferenten Anette Völker-Rasor und Sebastian Fügener sowie ein paar Ehrenamtliche der Stadtbücherei Penzberg, die sich im Leseclub engagieren wollen. Und natürlich die Leseclub-Kinder.
Zum Einstieg gab es ein kleines Escape-Game, bei dem die Gäste den Schlüssel zum Leseclub erspielen mussten. Danach folgte eine zauberhafte Kamishibai-Vorführung von „Die große Wörterfabrik“. Bei einem gemütlichen Buffet wurde anschließend noch über den Leseclub, die Ideen dahinter und die Förderung geplaudert.
Der Leseclub ist für alle zwischen 6 und 12 Jahren geeignet. Es werden Spiele gespielt, es wird gebastelt und natürlich vorgelesen und selbst gelesen. Je nachdem, wie gut die Kinder schon geübt sind, nutzen sie dafür die umfangreichen Materialien, die von der Stiftung Lesen ans JUZE geschickt wurden. So ist für jede Lesestufe genügend Material dabei und alle haben Spaß. Immer Mittwochnachmittags um drei und Freitagnachmittags um vier können die Kinder ohne Anmeldung ins Jugendzentrum in der Nonnenwaldstraße 20b kommen und kostenlos teilnehmen. Die Kinder sind frei in ihrer Terminwahl, können also regelmäßig oder unregelmäßig dazustoßen.
Verlag: Tropen
ISBN: 978-3-608-12646-4
Preis: 24 €
Jo Cheetham ist mit ihrem Debütroman etwas gelungen, das vielen Newcomern schwerfällt: eine Geschichte zu schreiben, die sich spürbar von anderen abhebt. Ihr Roman wirkt wie direkt aus dem Leben gegriffen – humorvoll, fesselnd und zugleich tief bewegend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Hannah als Hauptfigur ist unglaublich sympathisch und authentisch. Man begleitet sie gern, lacht mit ihr und fühlt mit ihr. Selbst als die Handlung zur Mitte hin deutlich ernster wird, streut Cheetham immer wieder kleine, charmante Momente ein, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Die tragischen Elemente nehmen zwar stellenweise viel Raum ein und entfernen die Geschichte etwas von der angekündigten Bridget‑Jones‑Leichtigkeit, doch gerade dadurch wird spürbar, wie wichtig ehrliche Unterstützung in schwierigen Zeiten ist – und wie verletzend es sein kann, wenn diese fehlt.
Der Roman erzählt vom echten Leben, den Menschen, die uns darin begegnen, und den Entscheidungen, die wir treffen. Er handelt von Freundschaft, von der Suche nach Mr. Perfekt und davon, wie kompliziert Beziehungen manchmal sein können. Besonders schön finde ich, dass die Schauplätze real sind. Da ich viele dieser Orte liebe, konnte ich alles noch lebendiger vor meinem inneren Auge sehen und bin noch tiefer in die Geschichte eingetaucht.
Das Ende ist stimmig und hinterlässt ein wohliges Gefühl – gleichzeitig schreit es förmlich nach einer Fortsetzung. Ich würde sehr gern erfahren, wie Hannahs Weg weitergeht.
