
Unser Leseclub Penzberg im Jugendzentrum ist seit Ende November endlich offiziell eröffnet. Die Stadtbücherei Penzberg initiierte den Leseclub, der in Kooperation mit dem JUZE und der Stiftung Lesen stattfindet. Gefördert wird er von „Kultur macht stark“.
Mit dabei war auch der 1. Bürgermeister Stefan Korpan, die Jugendreferenten Anette Völker-Rasor und Sebastian Fügener sowie ein paar Ehrenamtliche der Stadtbücherei Penzberg, die sich im Leseclub engagieren wollen. Und natürlich die Leseclub-Kinder.
Zum Einstieg gab es ein kleines Escape-Game, bei dem die Gäste den Schlüssel zum Leseclub erspielen mussten. Danach folgte eine zauberhafte Kamishibai-Vorführung von „Die große Wörterfabrik“. Bei einem gemütlichen Buffet wurde anschließend noch über den Leseclub, die Ideen dahinter und die Förderung geplaudert.
Der Leseclub ist für alle zwischen 6 und 12 Jahren geeignet. Es werden Spiele gespielt, es wird gebastelt und natürlich vorgelesen und selbst gelesen. Je nachdem, wie gut die Kinder schon geübt sind, nutzen sie dafür die umfangreichen Materialien, die von der Stiftung Lesen ans JUZE geschickt wurden. So ist für jede Lesestufe genügend Material dabei und alle haben Spaß. Immer Mittwochnachmittags um drei und Freitagnachmittags um vier können die Kinder ohne Anmeldung ins Jugendzentrum in der Nonnenwaldstraße 20b kommen und kostenlos teilnehmen. Die Kinder sind frei in ihrer Terminwahl, können also regelmäßig oder unregelmäßig dazustoßen.
Verlag: HEYNE
ISBN: 978-3-453-27454-9
Preis: 24 €
Schwarzer Humor vom Feinsten
Das Cover zieht sofort die Aufmerksamkeit auf mich. Tolles, farbenfrohes Motiv und dann natürlich die Aufschrift: Karsten Dusse (ich liebe seine Reihe Achtsam morden samt der Buchverfilmungen) UND Immenhof - das musste ich einfach lesen. Aufgewachsen mit den Filmen und ebenfalls schon vor Ort in Malente gewesen, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Art wie Karsten Dusse schreibt ist so flüssig und unterhaltsam, dass ich das Buch am liebsten in einem Zug verschlungen hätte.
Diesmal ist die Hauptdarstellerin weiblich: Sophia, eine Kriminalpsychologin, 45 Jahre. Toller Charakter und ich hab von Anfang an ein klares Bild von ihr vor Augen. Überhaupt ist alles sehr bildhaft erzählt und es kommt mir so vor, als ob ich mit dabei wäre. Starten tut die Geschichte mit dem Erlebnis, dass Sophia neben der Hand ihres Ex-Freundes aufwacht. Im Folgenden startet sie die Ermittlung gegen sich selbst. Ein Rückblick auf ihre Kindheit und die Liebe zum Immenhof darf hierbei auch nicht fehlen.
Immer wieder gibt es Stellen, die mich herzhaft zum Schmunzeln bringen und nach der Hälfte des Buches kommt es zu einem Twist, mit dem ich beim besten Willen nicht gerechnet hätte. Grandiose Idee und allein die Vorstellung, wie das ausgesehen haben muss, ist köstlich.
Vielleicht verliert sich die Geschichte an ein paar kleinen Stellen, die es nicht unbedingt gebraucht hätte - aber insgesamt wieder ein Meisterwerk von Karsten Dusse.
Natürlich würde ich mich auch hier über Folgebände und die Buchverfilmung freuen. Selbstverständlich am Originalschauplatz des Geschehens: Dem Immenhof in Malente.
