Maja von Vogel, Alica Räth

Der beleidigte Hexenbesen

Verlag: Loewe
Preis: 9,95€
ISBN: 978-3-7432-1734-8
Erstleser

Hexe Hedi hat sich einen Staubsauger bestellt. Doch ihr Hexenbesen Fluse findet das gar nicht toll. Als dieser dann endlich da ist, ist Hedi von ihm ziemlich begeistert. Fluse allerdings nicht und deswegen beschließt er Straßenfeger zu werden. Hedi muss ihn also finden und das alles klären. Ob sie das schafft? Erstmal muss sie wieder nach Hause kommen, denn bei dem Ausflug mit dem Staubsauger hat dieser keinen Akku mehr…

Ich habe mich bei dem Titel etwas gefragt, wie und warum ein Hexenbesen beleidigt sein könnte. Das die Lösung so simpel war, habe ich nicht bedacht. Lustig war es dann aber schon als der Staubsauger alleine vor der Tür stand und sich von seiner besten Seite gezeigt hat. Es hat sich da schon irgendwie wie so ein Verkaufsmann angefühlt, der von Tür zu Tür geht und versucht seine Ware zu verkaufen. Ich konnte auch direkt verstehen warum Fluse traurig war. Hedi hatte wirklich den Anschein gemacht, das Ferdi jetzt ihr neuer bester Freund wäre.
Allerdings zeigt das auch wieder etwas sehr wichtiges auf: nur weil etwas schön, neu und vielleicht besser erscheint oder glamuröser ist, heißt es nicht automatisch, dass es auch wirklich gut und besser ist. Das lernt Hedi ganz schnell und zeigt auch den Kindern, dass man gut aufpassen sollte. 

Im Falle von Hedi und Fluse ist es noch mal gut ausgegangen, aber das verläuft leider nicht immer so. Dennoch können Kinder dadurch lernen, dass man sich immer wieder Fragen sollte, ob das wirklich so in Ordnung ist oder nicht. Außerdem sind Freunde - besonders beste Freunde - nicht einfach so austauschbar.
Aber es wird auch noch etwas anderes wichtiges - wenn nicht sogar wichtigeres - gezeigt. Nur weil man immer zu zweit war, heißt das nicht, dass es auch immer so bleibt. Manchmal kommen neue Freunde hinzu und es ist schwierig, sich einzugestehen, dass man sich jetzt eine Person teilen muss.

Deswegen finde ich das Buch auch wirklich toll und sehr gelungen. Und dann natürlich die bekannte Fragen zu dem was man bisher gelesen hat. Das ist meiner Meinung nach noch immer eine super Methode, um wirklich Leseförderung zu betreiben. Es ist aber auch schön, dass am Ende noch mal ein kleines Register zu finden war, in dem ein paar Begriffe erklärt werden. Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass das Wort Akku bzw. Akkumulator von dem lateinischen Begriff für Sammler kommt. Oder Salto italienisch für Springen ist. Da sieht man mal, dass selbst die einfachsten Bücher auch den Erwachsenen was bringen kann und man nie auslernt!

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Dein Kommentar erscheint erst nach einer Prüfung durch die Stadtbücherei Penzberg.