Frag nach Susan

Souvankham Thammavongsa

Verlag: Aufbau
ISBN:   978-3-351-03939-4  
Preis:   24 €

 

Konnte mich nicht überzeugen

Das Cover knallbunt und ein Titel der neugierig macht. 

Ning, ehemalige Profiboxerin, leitet ein Nagelstudio in dem sie all ihre Mitarbeiterinnen der Einfachheit halber Susan nennt. Alle haben den gleichen Look, so dass der Name auch auf alle passt. Es ist also immer Susan, nach der gefragt wird. 

Gleich zu Beginn tauchen einige Fragen auf. Was hat es mit dem fehlenden Finger auf sich? Wie genau ist das Verhältnis zu Ihrer Mitarbeiterin Mai? Was wird man alles über die Kunden erfahren? Wer ist Bob? Immer wieder zieht Ning Vergleiche zu Ihrer Karriere als Profiboxerin, was durchaus ganz amüsant ist.

Insgesamt ist es ein klarer Text und einfach zu lesen und ich könnte mir gut vorstellen, dass es wirklich so in einem der vielen existierenden Nagelstudios zugeht. Auch, dass es bestimmt nervig ist, wenn die Angestellten vor den Kunden die ganze Zeit in ihrer Landessprache schnattern würden, wie es hier der Fall ist. 

Ich hatte mir allerdings aufgrund des Klappentextes mehr von diesem Buch versprochen. Dieser Klang so geheimnisvoll, was die Kunden so alles erzählen und hat echt Lust gemacht dieses Buch zu lesen. Leider war dies hier eher hintergründig. 

Sehr schnell war ich am Ende angelangt und frage mich, warum es auf der Coverrückseite unter anderem als einer der besten Romane bezeichnet worden ist? Aber diese Frage wird unbeantwortet bleiben und die Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden. Meinen hat es leider nicht getroffen, aber es war trotzdem eine ganz nette und kurzweilige Geschichte. 

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